Besserer Tierschutz braucht keine neuen Gesetze

Bestehende Rechtsvorschriften müssen konsequent umgesetzt und die Einhaltung von Verpflichtungen der Landwirtschaft müssen garantiert sein. Mehr braucht es laut EU-Kommissar Vytenis Andriukaitis für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit nicht.

Leider ist beides in der Vergangenheit nicht immer der Fall gewesen und somit erwarten die Bürger der EU zurecht, dass hier mehr geschieht. "Für die Verbesserung des Tierschutzes in der EU brauchen wir keine neuen Initiativen seitens des Gesetzgebers, sondern wir brauchen mehr Anstrengungen bei der Durchsetzung bestehender Normen." Das betonte der EU-Kommissar bei einer Versammlung der European Livestock and Meat Trades Union (UECBV), dem europäischen Vieh- und Fleischhandelsverband, in der rumänischen Hauptstadt Bukarest.

Ein positives, nichtlegislatives Beispiel sei laut dem EU-Politiker die kürzlich geschaffene EU-Plattform für Tierschutz. „Sie ist ein gutes Beispiel für eine intelligente Zusammenarbeit zwischen dem privaten Sektor, den zuständigen Behörden, der akademischen Welt und den NGO's“, so Andriukaitis. Der EU-Kommissar bekräftigte dabei die führende Rolle seiner Institution im Bereich des Tierschutzes unter anderem im Bereich der Tiertransporte. Vertreter des UECBV bekräftigten, sich weiterhin proaktiv für die Durchsetzung von Standards durch nichtlegislative Initiativen im Bereich des Tierschutzes, aber auch in anderen Bereichen wie zum Beispiel der Fleischhygiene, einzusetzen. Bei dem Treffen übergab der Verband dem EU-Kommissar auch ein Leitdokument über die Optimierung der Hygiene in der Fleischindustrie. Das Konzeptpapier verfolgt das Ziel, die Kontamination von rotem Fleisch zu verhindern. „Unser Ansatz ist ein weiteres Beispiel für eine effiziente, öffentlich-private Partnerschaft“, so UECBV Präsident Philippe Borremans. Das Papier wird nun vom Ständigen Ausschuss der EU (SCoPAFF) geprüft.

Quelle: www.kupconcept.de

Foto: uecbv.eu

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